Schnelle Prüfabläufe bei der Wareneingangskontrolle

PDAP8.Next CAQ-System

Übersicht

Mit den Prüflisten im Wareneingang werden die Kontrollen nach einfacher Checkliste durchgeführt. Hierfür stellt PDAP einen vereinfachten Prüfablauf zur Verfügung. Geeignet sind einfache attributive Allgemeinprüfungen, wie etwa Sichtkontrollen oder Kontrollen auf die Vollständigkeit. Sie können die einzelnen Merkmale per Checkliste bestätigen und bei Bedarf die Fehleranzahl vermerken. Bestätigte Merkmale verschwinden automatisch aus der Prüfliste, sofern Sie nicht über einen optionalen Filter wieder eingeblendet werden, weil Sie das Ergebnis evtl. revidieren wollen. So bleiben die wesentlichen Dinge immer im Blick.
Der Prüfer hat zudem eine schnelle und übersichtliche Prüfmethode für die einfachen Kontrollen im Wareneingang, gemäß standardisierter Abläufe. Bei Bedarf können Teilaufgaben geprüft werden, wenn sich ein Auftrag sowohl aus einfachen wie auch aus aufwändigeren Prüfungen zusammensetzt.
Die Eingaben erfolgen direkt im Browser. Sie können so auch Tablet oder Smartphone nutzen.
Die abgeschlossenen Prüfungen sind Bestandteil der Lieferantenbewertung und der weiteren Nachverfolgung in den CAQ-Workflows.
Auch das Reklamationsmanagement ist entsprechend angekoppelt, sollte es zu Rückweisungen führen oder entsprechendes Fehleraufkommen geben.

Startseite – Einstieg in die Wareneingangskontrolle

Die Startseite bietet Ihnen den Einstieg. Sie finden hier sowohl den Link zur Einstellung der Vorgaben für die Prüfabläufe als auch den Aufruf für die To Do – Liste. Die Startseite gliedert sich in zwei Bereiche. Oben – die Einstellungen für die Anforderungen zur Wareneingangskontrolle und der Link zu der Dokumentation die Sie gerade lesen. Darunter finden Sie die To Do – Liste und den Link zur Lieferantenbeurteilung mit den Auswertungen.

Startseite für die Wareneingangskontrolle

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Wenn Sie einen untergeordneten Bereich aufgerufen haben, gelangen Sie jeweils über den Link unter dem Piktogramm wieder zurück zur Startseite.

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Lieferantenbeurteilung

Der Link zur Lieferantenbeurteilung, die im Wesentlichen auf den Daten aus der Wareneingangskontrolle aufsetzt, ermöglicht Ihnen ein umfangreiches Bewertungssystem, mit dem Sie Ihre Lieferanten in A-B oder C-Lieferanten, bezüglich Termintreue und Fehleraufkommen kategorisieren können. (Informationen zur Lieferantenbewertung finden Sie hier: Lieferantenbewertung

Anforderungen zur Wareneingangskontrolle

Hier können Sie festlegen, dass Sie einen Allgemeinprüfplan zulassen möchten. Dies hat den Vorteil, dass sofort alle Wareneingänge prüffähig sind, auch dann, wenn bei bestimmten Wareneingängen weder für den Artikel noch für die Gruppe ein Prüfplan vorhanden sind. Über das Zulassen des Allgemeinprüfplans, werden dann automatisch die Wareneingänge hinsichtlich der Merkmale für Vollständigkeit und Fehlerfreiheit geprüft, sofern kein anderer Prüfablauf anwendbar ist. Sie können den Allgemeinprüfplan bei Bedarf, hinsichtlich der Merkmale natürlich im System abändern.

Anforderungen zur Wareneingangskontrolle

Allgemeinprüfplan

Der Allgemeinprüfplan ist ein Familienprüfplan, der bei Bedarf vom System erzeugt wird und automatisch auf alle Gruppen von Artikeln angewendet wird, die ansonsten nicht prüffähig wären, weil sie weder einen artikelspezifischen noch einen Familienprüfplan aufweisen. Alle Artikel, die keiner anderen Gruppe zugeordnet sind, werden automatisch der Gruppe „Allgemein“ zugeordnet. Falls ein ansonsten nicht prüffähiger Artikel bereits einer anderen Gruppe zugehörig ist, wird diese vom System automatisch auch in die Produktgruppenliste des Allgemeinprüfplans aufgenommen.

Allgemeinprüfplan Stammdaten
Allgemeinprüfplan Inhalt

Prüfplanauswahl in der Wareneingangskontrolle

Der Prüfplan wird für die Wareneingangskontrolle vorrangig zum Artikel vom System ausgewählt. Wird das System hier nicht fündig, erfolgt in der nächsten Stufe die Auswahl des Familienprüfplans nach der Gruppe. Wird das System auch hier nicht fündig, wird der Allgemeinprüfplan angewendet, sofern diese Option in den Anforderungseinstellungen wie oben beschrieben gewählt wurde. Im Bedarfsfall wird der Allgemeinprüfplan inkl. Merkmale in dem Zusammenhang auch automatisch vom System erzeugt.

Zuordnung eines Prüfplans in der WE-Prüfung

To Do – Aufgabenliste im Wareneingang

Startpunkt der Prüfungen ist die To Do – Liste. Hier erscheinen alle neuen Wareneingänge, die zur QS-relevanten Prüfung vorgesehen sind. Es werden somit alle qualitätsrelevanten, offenen Wareneingänge angezeigt. Die als priorisiert gekennzeichneten Artikel stehen am Anfang. Zusätzlich erfolgt die Sortierung nach dem Datum. Bei längeren Listen können Sie einen Volltextfilter verwenden, um bestimmte Daten In der Liste zu selektieren. Klicken Sie auf das Prüfen-Symbol, um die Checkliste für einen Wareneingang zu starten. Bei Bedarf können Sie über den Link unter der Wareneingangsschein-Nr. den Prüfauftrag vollständig in der PDAP-Anwendung aufrufen, um beispielsweise die Werte bei komplexen, zu messenden Merkmalen zu erfassen.

PDAP Artikelstamm mir Priorisierung
Übersicht der zu prüfenden Wareneingänge

Checkliste für die Merkmalsprüfungen

Nach Aufruf der Checkliste werden die Kopfdaten des Wareneingangs angezeigt. Darunter finden Sie die Checkliste, in der jedes der zu überprüfenden Merkmale aufgezählt wird. Bestätigen Sie das Merkmal durch Anklicken des Feldes in der i.O. Spalte oder klicken Sie auf die n.i.O. Spalte, um die Fehleranzahl zu erhöhen und das Merkmal gleichzeitig als abgelehnt zu klassifizieren. In beiden Fällen wird das überprüfte Merkmal aus der Liste ausgeblendet. Nachdem alle Merkmale entweder mit i.O. oder n.i.O – für „in Ordnung“ oder „nicht in Ordnung“ bestätigt wurden, können Sie den Gesamtentscheid mit Annahme oder Ablehnung treffen. Dazu nutzen Sie die Felder i.O. und n.i.O. innerhalb der Kopfzeile.

Checkliste der Merkmale

Wareneingangsannahme

Nachdem die Gesamtbestätigung getroffen wurde, wird im Kopf der Checkliste die Annahme bestätigt (oder Ablehnung). Sie können danach zur To Do – Liste zurückwechseln, wenn Sie weitere Wareneingänge kontrollieren möchten. Der aktuelle, fertig geprüfte Wareneingang taucht nach dem Prüfabschluss nicht mehr in der To Do – Liste auf.

Wareneingang mit Annahmeentscheid
Wareneingang im QS-System

Artikel im PDF-Format zum Download:

PDAP – Checklisten in der Wareneingangsprüfung.pdf

Liefertreue und Fehlerraten mit Matrixanalyse

PDAP8.Next CAQ-System

Übersicht

Die Lieferantenbewertung ermöglicht die Bewertung der Qualitätstreue Ihrer Lieferanten auf der Basis von 3 Säulen – den Fehlerraten, der Termintreue und der Mengen. Darauf basieren die Auswertungen zur Liefertreue und der Fehlerraten auf Basis von PPM-Quoten. Ihre Anforderungen zur Lieferantenbewertung hinsichtlich Termintreue und Fehlerraten können Sie festlegen und gegenüber den Lieferanten auch dokumentieren. Sie können Ergebnisse insgesamt und für die einzelnen Lieferanten ermitteln. Inhaltlich aufbereitet durch interaktive Darstellungen mit Drilldown-Sichten, die den Blick bei Bedarf auf die Detailebene lenken. Zuoberst können Sie in den Gesamtlisten die A-B-C Kategorien für die einzelnen Lieferanten darstellen lassen, auch über mehrere Jahre. Eine gemeinsame Kopfzeile, stellt die Summen und Durchschnittswerte für den betrachteten Zeitraum dar. Für die Auswertung von zeitlichen Verläufen können Matrix-Sichten genutzt werden. Diese lassen sich ausgehend von einer jährlichen Verdichtung, sowohl auf Quertals-Ebene als auch, auch auf Monatsebene erweitern. Für die Darstellung sind unterschiedliche Parameter wie die Liefermenge, die Abweichungsmenge, die Liefertreue oder die PPM-Quote wählbar. Über Ampelfarben werden die Schwerpunkte innerhalb der Darstellung verdeutlicht. Die Lieferantenbewertung nutzt die Daten aus der laufenden Reklamationsbearbeitung und der Wareneingangsprüfungen. Über einen Werkskalender können Sie werksfreie Tage erfassen, an denen den Lieferanten dann keine negativen Auswirkungen für die Termintreue auferlegt werden. Den Einstieg bietet Ihnen die Startseite mit der inhaltlichen Übersicht.  Alle Auswertungen werden zentral in der browserbasierten Reporting-Plattform bereitgestellt.

Startseite

Beginnen Sie auf der Startseite. Hier bekommen Sie den Überblick. Über die Startseite erreichen Sie bequem und zentral alle Funktionen zur Lieferantenbewertung. Ebenso können Sie die Parametrierungen für Ihre Bewertungsgrundlagen vornehmen, wie die Gewichtungen der Liefertreue im Hinblick auf zu früh oder zu spät gelieferte Eingänge oder die Grenzen der ppm-Quoten bezüglich den A und B Lieferanten.

Start der Lieferantenbeurteilung

Die Lieferantenbeurteilung gliedert sich in 2 Bereiche – die Anforderungen und die Auswertungen. Zu den Auswertungen und Analysen, gehören die Kennzahlen zur Liefertreue, Die Qualitätstreue, mit Bewertungsmöglichkeit innerhalb einer Auswertungsmatrix. Zu den Anforderungen gehört die Bewertungsmethodik zu Fehlerraten, beziehungsweise ppm-Quoten und den Liefertreue Bewertungen für die Einteilungen der Lieferanten in die Kategorien A, B und C. Auch ein Werkskalender gehört dazu, der Ihnen die Möglichkeit bietet neben Sonn- und Feiertagen, gemäß Ihrem Unternehmen weitere werksfreie Tage zu definieren, sodass an diesen den Tagen den Lieferanten keine negative Bewertung für die Termintreue Abweichung beaufschlagt wird. Wenn Sie eine Sicht aus der Startseite heraus aufrufen, gelangen Sie dort über einen Klick auf das Symbol, jeweils immer wieder zurück zur Startseite.

Einstellungen zu Ihren Anforderungen

Beginnen Sie mit Ihren Anforderungen. Sie können Diese Seite gleichzeitig für Ihre Dokumentation nutzen, indem Sie sie als PDF-Dokument ausgeben.

Vorgaben zu Ihren Anforderungen

Die Forderungseinstellungen ermöglichen ihnen Vorgaben für die Lieferantenbeurteilungen zu treffen, sodass diese Ihrer unternehmerischen Praxis entsprechen. Dies bedeute, dass die von Ihnen als gut betrachteten Lieferanten, innerhalb der Auswertungen als A-Lieferanten wiedergegeben werden die schlecht bewerten Lieferanten innerhalb der C-Kategorie eingeordnet werden. Sie haben die Möglichkeit bei bezüglich der Liefertreue die Tage, ab denen Sie als zu spät oder zu früh bewerten, unterschiedlich setzen. Hintergrund dafür ist, dass in der Regel eher frühzeitige Lieferungen gewünscht werden – mitunter auch gegenüber dem vereinbarten Liefertermin. Daher kann hier dann eine höhere Toleranz eingestellt werden als bei verspäteten Lieferungen. Somit werden die „zu frühen“ Lieferungen in dem betreffenden Rahmen dann dem Lieferanten nicht negativ bewertet.

Anforderungen an die Qualitätstreue bei Lieferanten

Anforderungen an die Zeitspanne zur Liefertreue

Es können sowohl zu frühe und zu späte Lieferungen in der Auswertung unterschiedlich berücksichtigt werden. Die Grenzen für die negative Bewertung von Wareneingängen sind im Standard größer 5 Tage zu früh und größer 2 Tage zu spät eingestellt. Diese Konfiguration können Sie bei Bedarf über die Anforderungseinstellungen zur Liefertreue anpassen. Zur Bestimmung der werksfreien Tage können Sie den Werkskalender verwenden. Die werksfreien Tage werden im Rahmen der Lieferantenbeurteilung dann nicht negativ bewertet.

Grenzen der Liefertreue für die Einteilung in A-/B- und C-Lieferanten

Die Grenzen der Liefertreue für die Einteilung in A-/B- und C-Lieferanten werden innerhalb der Anforderungssicht verwaltet. Sie liegen in der Standardvorgabe bei 95% und 85%. Sie können diese über die zugehörigen Einstellregler, gemäß Ihrer Anforderungen anpassen.

Anforderungen an die Fehlerrate – PPM-Quote

Die Grenzen für die Anforderungen an A-Lieferanten bei der ppm-Quote liegen im Standard 1500 für B-Lieferanten bei 3500 ppm. Alles war darüber liegt wird als C-Lieferant klassifiziert. Sie können auch hier über die Einstellregler verwenden diese Werte gemäß Ihrer Anforderungen anpassen.

Wenn Ihr Lieferant Fragen hat

Wenn Ihr Lieferant Fragen zu seiner Bewertung hat, können Sie ihm die Anforderungsübersicht direkt als PDF-Bericht zusehenden. Damit kann in PDAP bereits aus dem System heraus dokumentiert werden, welchen Kriterien die Bewertung unterliegt.

PDF-Export der Anforderungen

Werkskalender für Sonn-, werksfreie und Feiertage

Der Werkskalender ermöglicht die Angabe von Feiertagen und werksfreien Tagen. Diese Tage werden neben den Wochenenden nicht in den Auswertungen für die Abweichungen zur Liefertreue berücksichtigt. Der Werkskalender steht sowohl als Windows App, als auch als web-basierte Liste zur Verfügung.

Werkskalender

Werkskalender Windows-App

Die App kann über das Portal aufgerufen werden, und zwar sowohl über das Kalendersymbol in der Sicht für die Anforderungen zur Liefertreue als auch über den Link unter dem Untertitel in der webbasierten Sicht für den Werkskalender. Die App stellt das gesamte laufende Jahr dar. Sie können die Darstellung monatsweise zurück oder vorwärts wählen. Per Doppelklick auf ein Datum wird ein werksfreier Tag eingestellt. In dem Aufforderungsdialog lässt sich eine zusätzliche Bezeichnung eingeben. Werksfreie Tage werden fett markiert im Kalender. Wenn Sie solche Tage selektieren, dann wird als Hinweistext die Bezeichnung für den jeweiligen werksfreien Tag angezeigt.

Werksfreie Tage im Jahr als Web-Liste

Zum Bearbeiten der Liste wird das Jahr am Parameter eingetragen. Die Liste zeigt dann automatisch die Liste der werksfreien Tage für dieses Jahr an, wenn der Schalter „Bericht anzeigen“ geklickt wird. Zum Angeben von werksfreien Tagen wird dann das betreffende Datum am Parameter eingegeben und eine Bezeichnung für den Feiertag eingetragen. Als letztes muss noch für den Parameter „Arbeitstag“ die Option FALSE gewählt werden, damit der Tag als werksfrei gilt. (Umgekehrt kann man durch die Option TRUE einen Feiertag auch wieder zum Arbeitstag ändern. Er würde damit auch nicht mehr in der Liste auftauchen.)

Liste der werksfreien Tage im Jahr

Dokumentation und Beschreibung

Über den Link unter dieser Überschrift auf der Startseite, gelangen Sie zu dieser Dokumentation.

Auswertungen und Analysen

Sind alle Anforderungen gemäß Ihren Vorgaben eingestellt, dann ist Auswertungen und Analysen der Bereich, mit dem Sie am meisten umgehen. Die Einstellungen zu Ihren Anforderungen nehmen Sie in der Regel nur einmalig vor oder wenn sich strategisch an den Bewertungsmethoden in Ihrem Unternehmen etwas ändert. Auswertungen und Analysen ermöglichen Ihnen die jeweiligen Bewertungen der Lieferanten einzusehen oder insgesamt das Lieferantenprofil für ihr Unternehmen zu beurteilen.

Auswertung Termintreue der Lieferanten

Die Auswertung zur Termintreue der Lieferanten, ermöglicht Ihnen eine Kategorisierung der Lieferanten nach A, B und C. Sie zeigt die Anzahl der Wareneingänge, die ohne Abweichungen geliefert worden sind, sowie die Lieferungen mit signifikanten Abweichungen. Im Beispiel unten sind als Grenzwerte – größer 5 Tage für zu frühe Lieferungen und größer 2 Tage für zu späte Lieferungen die Basis, was der Standard Einstellung entspricht. Innerhalb der Aufstellung wird in der Kopfzeile, die Summierung beziehungsweise der Durchschnittswert angegeben. Für die Kategorisierung bedeutet dies, dass sobald C-Lieferanten im angegebenen Betrachtungszeitraum vorhanden sind, wird C im Kopf angezeigt – also es wird dann immer der schlechteste Wert dargestellt.

Auswertung der Termintreue der Lieferanten

Parametrierung

Innerhalb der Parametrierung können Sie den Betrachtungszeitraum in Jahren vorgeben. Sofern Sie NULL setzen wird automatisch das aktuelle Jahr angewendet. In der Auswertung können Sie wählen, ob nur diejenigen Lieferanten ausgewertet werden sollen, die eine aktive Bewertung innerhalb ihrer Stammdaten gesetzt haben. Das ermöglicht Ihnen eine sinnvolle Eingrenzung, wenn Sie eine große Anzahl an Lieferanten in ihrem Bestand haben, bei denen aber nicht alle qualitätsrelevant eingestuft werden brauchen. Sie können auch die Produktgruppen einschränken, um nur die kritischen Produkte zu betrachten und systemrelevante Auswertungen zu erhalten. Schließlich ist es noch möglich in der Lieferantenauswahl eine Einschränkung auf einzelne Lieferanten vorzunehmen. Zusätzlich können Sie entscheiden, ob die Lieferanten im Filter nach Lieferantennummer oder beschreibender Bezeichnung aufgelistet werden sollen. Innerhalb der Auswertung sind die Spalten sortierbar. So können Sie zum Beispiel nach ABC Kategorien oder nach Anzahl der Abweichungen zuoberst sortieren.

Matrix-Auswertung zur Qualitätstreue

Hier finden Sie die umfangreiche Visualisierung der Auswertungen zur Qualitätstreue. Sie können zwischen den Darstellungen nach Liefermenge, Anzahl der Ausfälle, ppm-Raten und ABC-Kategorien wählen. Der Zeitraum wird in den Parametern „Jahr von“ und „Jahr bis“ eingestellt. Sie können über mehrere Jahre auswerten. Die Voreinstellung betrifft immer das aktuelle Jahr. Sie können die Zusammenfassung der Ergebnisse innerhalb der Matrix zusammenfassen lassen nach Jahren, Quartalen und Monaten, um so von der übergeordneten jahresbezogenen Gesamtzusammenfassung, bei Bedarf die Details aufzulösen zu können oder eine Gesamtübersicht über den jahresmäßigen Verlauf zu erhalten. Im folgenden Beispiel sind die Vorjahre in der Jahreszusammenfassung wiedergegeben und das aktuelle Jahr ist zusätzlich auf Quartalsebene aufgelöst.

ABC-Matrix mit Zusammenfassung nach Jahren in den Vorjahren und Quartalen im aktuellen Jahr

Parameter

Die Auswahl der Produktgruppenfilter ist optional. Ebenso ist die Auswahl eines Lieferanten optional. Die Auswahlliste zeigt immer nur Produktgruppen an, zu deren Artikeln im gewählten Jahreszeitraum auch Wareneingänge vorhanden sind. Gleiches gilt für die Lieferanten. Sie können Lieferanten entweder nach Lieferantennummer oder Namen auswählen.
Bei der Darstellung der Matrix stehen Ihnen somit unterschiedliche Formen der Visualisierung zur Verfügung. Die aktuell genutzt Darstellung wählen Sie am Parameter „Darstellung“. Die folgenden Beschreibungen erklären jede der Darstellungen im Einzelnen.

Wahl der Darstellungsart in den Parametern

Liefermenge

Bei dieser Darstellung sehen Sie in den Zellen der Matrix, die Liefermengen der einzelnen Lieferanten für den entsprechenden Zeitabschnitt nach Jahren, Quartalen oder Monaten aufgeschlüsselt. Ebenso werden die Gesamtsummen, sowohl für die Lieferanten als auch für die entsprechenden Zeitabschnitte ausgegeben. So erhalten Sie einen Überblick zur Relevanz der Lieferanten und der Datenmenge, auf der die Bewertung beruht.

Darstellung nach Liefermengen

Anzahl Ausfälle

Bei dieser Darstellungsart werden die tatsächlich aufgetretenen Ausfallzahlen für die Lieferanten angezeigt. Auch hier haben Sie wieder die Möglichkeit zwischen einer zusammenfassenden Darstellung auf Quartal und Jahresebene oder eine monatsbasierte Darstellung zu wählen. Sie können zum Beispiel auch das aktuelle Jahr auf Monatsbasis anzeigen lassen und die historischen Daten aus den Vorjahren auf Quartals- oder Jahresebene zusammenfassen lassen.

Darstellung der Anzahl der Ausfälle

PPM-Rate für die Bewertung des Fehler-Aufkommens

Die Fehlerrate in Parts per Million gibt die Fehlerhäufigkeit in Relation zu den Eingangsmengen wieder. Die Berechnungsmethode verhält sich wie bei der Prozentrechnung, nur das hier nicht auf der Basis von 100, sondern von 1000000 gerechnet wird.

Kategorie A/B/C – Visualisierung der Fehlerraten als Ampel

Die kategorisierte Darstellung zeigt die Fehlerraten in den gewählten Kategorien für A-Lieferanten, B-Lieferanten und C-Lieferanten als Farbampel an. Die Grenzen für die Bewertung werden wie oben beschrieben, bei den Anforderungen zur Qualitätstreue festgelegt.

Visualisierung der Fehlerraten nach Kategorien

Auswertung der Fehlerraten nach ppm-Quoten

Die Auswertung der Fehlerraten über ppm-Quoten, stellt die Übersicht der Lieferanten innerhalb des gewählten Zeitraums und optional für die gewählten Produktgruppen in einer Liste dar. In der oberen Kopfzeile werden die Summen und Durchschnittswerte in den Kategorien aufgezeigt. Sie können die Tabelle nach den Spalten sortieren, um z.B. die Kategorie C-Lieferanten zuoberst in der Darstellung angezeigt zu bekommen. Neben den ppm-Quoten werden die Ausfallzahlen ebenfalls aufgezeigt. Sie können auch einen Zeitraum von mehreren Jahren betrachten, indem Sie die Parameter Jahr von und Jahr bis verwenden. Standardmäßig ist als Zeitraum immer das aktuelle Jahr vorgewählt.
Die Einschränkung auf bestimmte Produktgruppen und Lieferanten ist auch hier möglich.
Die Auswahlliste zeigt dann immer nur Produktgruppen an, zu deren Artikeln im gewählten Jahreszeitraum auch Wareneingänge vorhanden sind. Gleiches gilt für die Lieferanten, die nach Lieferantennummern oder Namen ausgewählt werden können. Nach allen Spalten kann sortiert werden, sodass die jeweils interessanten Informationen zuerst in der Auflistung erscheinen.

Auswertungsliste nach ppm-Quoten

Berichtserstellung

Alle Ansichten und Auswertungen können in die unterschiedlichsten Office Formate exportiert werden. Sei es, dass Sie ein PDF-Dokument für Ihren Jahresbericht oder Ihre Lieferanteninformation benötigen oder eine interaktive Excel-Tabelle, in der Sie die Zusammenfassung aus der Matrix Analyse nach wie vor anwenden können. Auch die Ausgabe in gängigen Grafik Formaten, für die Einbettung in Ihre PowerPoint Präsentationen stehen Ihnen zur Verfügung. Das Portal bietet Ihnen hier alle Möglichkeiten.

Beispielexport nach Excel
Beispielexport nach PDF

Artikel im PDF-Format zum Download:

Lieferantenbewertung Liefertreue und Fehlerraten mit Matrixanalyse.pdf

Stichprobenplan im Wareneingang
Wareneingangsprüfung mit Stichprobenplan zur Prüfplanposition

Für bestimmte Spezialteile werden oft eigene Stichprobenpläne benötigt. In dem Fall musste die globale Vorgabe der Stichprobenpläne für die Wareneingangsprüfung überstimmt werden. Bisher war es so, dass man für alle Erzeugnis-Lieferanten Spezifikationen eigene Verbindungen angeben konnte. Das bedeutete aber auch, dass man diese Stichprobenpläne für jede Einzelverbindung aus Lieferanten und Erzeugnis auch definieren musste. Nun kann in den Prüfplänen zur Position ein eigener Stichprobenplan eingegeben werden, der dann die globale Einstellung überstimmt. Gleichzeitig muss man aber nicht zu jeder Lieferanten-Erzeugnis Kombination einen eigenen Stichprobenplan definieren. Bisher konnten AQL-Stichprobenpläne für die variable Prüfung in den Prüfplänen lediglich im Rahmen der Fertigungsbegleitung, in Verbindung mit AQL-Tabellen verwendet werden. Nun ist die bezügliche Einstellung auch für den Wareneingang freigegeben und kann so wie beschrieben verwendet werden, um hier eine Arbeitserleichterung bei Spezialteilen zu erreichen. Hierbei wird der zugewiesene Stichprobenplan dann sowohl für die variablen als auch die attributiven Prüfungen angewendet. Der Typ des zugewiesenen Stichprobenplans ist hierbei unerheblich.
So ergeben sich insgesamt nun 3 Optionen für die Anwendung der Stichprobenpläne in der Wareneingangsprüfung.
Führend ist die Angabe aus dem Prüfplan.
Sofern zur betreffenden Position kein Stichprobenplan hinterlegt worden ist, werden die Angaben aus der Erzeugnis-Lieferantenspezifikation im Prüfauftrag des Wareneingangs angewendet.
Sofern auch hier kein Eintrag besteht, dann werden wie gewohnt die Vorgaben aus den globalen Einstellungen angewendet.
Damit ergibt sich eine Flexibilität, die bei Bedarf Einstellungen für die Anwendung der Prüfabläufe nach individuellen Anforderungen ermöglicht, wobei gleichzeitig der administrative Aufwand für die Pflege dieser Regeln überschaubar bleibt.

Hier noch einmal die Gegenüberstellung der beschriebenen Möglichkeiten in der Zusammenfassung:


Globale Vorgabe – Allgemeingültige Angaben mit der niedrigsten Priorität


Hier werden die Stichprobenpläne eingetragen, die in den allermeisten Fällen allgemein verwendet werden sollen.

Allgemeiner globaler Stichprobenplan für die Wareneingangsprüfung

Vorgabe aus der Erzeugnis- Lieferanten Spezifikation – Angabe mit höherer Priorität

Hier werden die Stichprobenpläne eingetragen, die speziell bei bestimmten Lieferanten, in Bezug auf bestimmte Erzeugnisse oder Artikel angewendet werden sollen.

Stichprobenplan aus der Erzeugnis-Lieferantenspezifikation

Vorgabe im Prüfplan – Angabe der höchsten Priorität

Wenn zur Prüfposition die bei einer Wareneingangsprüfung angewandt wird, ein Prüfplan eingetragen ist, dann wir dieser immer primär verwendet.

Stichprobenplan aus der Prüfplan-Positionsangabe

Sofern an der Prüfplan Positionsangabe ein Stichprobenplan eingetragen ist, wird dieser in der Wareneingangsprüfung vorrangig verwendet.

Angewendeter Stichprobenplan aus der Prüfplan-Position

PDAP bearbeiten und den Workflow kennzeichnen

Üblicherweise schlägt das System den Entscheid in der Wareneingangsprüfung als Vereinfachung gemäß den Prüfergebnissen bereits vor. Wenn aber die Prüfer diesen Entscheid einfach immer Durch-Bestätigen um den Wareneingang abzuschließen, so kann es vorkommen, dass ein Abbruch-Entscheid eingetragen wird, obwohl dies gar nicht gewünscht ist. Sollte dies bei Ihnen häufiger der Fall sein, so können Sie durch eine Vorgabe-Möglichkeit bestimmen, dass der Prüfer bewusst eine Entscheidung treffen muss, bevor er die Wareneingangsprüfung abschließen kann.

Hier sehen Sie, wie Sie diese Vorgaben im PDAP CAQ-System treffen können.

Einstellung zum verpflichtenden Entscheid für die Prüfer im Wareneingang
Abschluss einer Wareneingangsprüfung bei verpflichtendem manuellen Prüferentscheid
Rückverfolgbarkeit in Prüfaufträgen mit Seriennummern verbessern
Rückverfolgbarkeit in Prüfaufträgen mit Seriennummern verbessern

Sie können beim Prüfen von Aufträgen in PDAP zu jedem Auftrag eine Liste von Seriennummern pflegen. Dies ist z.B. bei Wareneingangsprüfungen interessant, wenn die Lieferanten zusammen mit der Ware eine Liste von Seriennummern mitgeben, die zusammen mit den Prüfergebnissen innerhalb des CAQ-Systems dokumentiert werden.

Pflege der Seriennummern in Prüfaufträgen

Für die Pflege von Seriennummern bei Prüfaufträge gibt es in PDAP zwei Möglichkeiten. Die manuelle Erfassung über einen Dialog bei Start des Prüfauftrages oder der automatische Import aus Word Formularen, die der Lieferant bereits selbst ausfüllen kann und Ihnen zusammen mit der Ware übermittelt.  

Manuelle Eingabe der Seriennummern

Diese Möglichkeit steht out of the box in PDAP bereit. Beim Start eines Prüfauftrages rufen Sie über das Prüfen-Menü den Dialog für die Seriennummern auf und geben die Liste manuell ein.

Start eines Prüfauftrages in PDAP

Eingabe der manuellen Liste der Seriennummern bei Start der Prüfung

Seriennummernliste automatisch aus Word importieren

Per Addon können Sie auch Listen von Seriennummern inkl. Der zugehörigen Aufträge aus einem Word-Formular importierten. In dem Fall können Sie dem Lieferanten die Word-Vorlage zur Verfügung stellten und dieser verwendet sie für die Eingabe der Seriennummern zur Lieferung. Damit entfällt die Aufgabe, die Listen manuell übertragen zu müssen, bei der Prüfung jedes Auftrags in PDAP. Das Word-Dokument kann dazu im Vorfeld in PDAP,  basierend auf der Vorlage, für jeden Artikel individuell aus den Stammdaten erstellt werden. Es erhält von PDAP einen eingebetteten Hyperlink (Q-Link) über den PDAP später, wenn Sie das Dokument vom Lieferanten ausgefüllt zurückerhalten, direkt den passenden Auftrag generiert und die Seriennummern importiert. Damit entfällt also auch das zusätzlichen Anlegen und suchen der zum Dokument passenden Prüfaufträge im CAQ.


Auftrag und Seriennummern aus Word-Dokument per Hyperlink automatisch einlesen lassen

PDAP zeigt den Artikel an und bietet an die Daten aus dem Dokument einzulesen

PDAP zeigt eine Bestätigung an wenn der Auftrag erfolgreich eingelesen wurde

Auswertung von Seriennummern zu Prüfaufträgen

Innerhalb der Prüfauftragsauswertung kann nach den Seriennummern optional gefiltert werden, um zu diesen genau die zugehörigen Aufträge im CAQ-System identifizieren zu können. Für eine diesbezügliche  Auswertung muss in den Filterbedingungen immer zunächst das Erzeugnis bestimmt, damit der Filter für die Seriennummernangabe aktiv wird. Danach können Sie entweder nach vollständigen Seriennummern oder auch nach Teilübereinstimmungen filtern. Z.B. würde die Filtereingabe 00101, alle Aufträge nach diesem Muster, in der Auswertung auflisten:


Angabe der notwendigen Auswertungsfilter für eine Suche nach Seriennummern

Beispiel einer möglichen Ergebnisliste für Seriennummern nach dem Fehlereintrag 00101:

00101-258-441
00101-258-442
00101-258-443
00101-258-444
00101-258-445


Ergebnisse in der Prüfauftragsauswertung

Artikel als PDF-Download:

Im Rahmen der Wareneingangsprüfung kann nun für die Liste der zu prüfenden Wareneingänge optional eingestellt werden, dass auch die aktuellen Wareneingänge mit Prüfverzicht (Skip-Status) in der Liste aufgeführt werden. So ergibt sich bei Bedarf eine bessere Kontrollmöglichkeit der eingegangenen Wareneingänge, insbesondere dann, wenn die Wareneingänge automatisiert über einen Abgleich mit dem ERP-System in PDAP angelegt werden. Das Prüfen eines in der Verarbeitungsliste angezeigten Wareneingangs mit dem Status „Skip“ wird durch das System verhindert.

Wie lange Wareneingangsdatensätze mit dem Skip-Status innerhalb der Liste angezeigt werden sollen, ist über einen Einstellungsdialog in Tagen wählbar.
Das Prüfen eines in der Verarbeitungsliste angezeigten Wareneingangs mit dem Status „Skip“ wird durch das System verhindert.