Stichprobenplan im Wareneingang
Wareneingangsprüfung mit Stichprobenplan zur Prüfplanposition

Für bestimmte Spezialteile werden oft eigene Stichprobenpläne benötigt. In dem Fall musste die globale Vorgabe der Stichprobenpläne für die Wareneingangsprüfung überstimmt werden. Bisher war es so, dass man für alle Erzeugnis-Lieferanten Spezifikationen eigene Verbindungen angeben konnte. Das bedeutete aber auch, dass man diese Stichprobenpläne für jede Einzelverbindung aus Lieferanten und Erzeugnis auch definieren musste. Nun kann in den Prüfplänen zur Position ein eigener Stichprobenplan eingegeben werden, der dann die globale Einstellung überstimmt. Gleichzeitig muss man aber nicht zu jeder Lieferanten-Erzeugnis Kombination einen eigenen Stichprobenplan definieren. Bisher konnten AQL-Stichprobenpläne für die variable Prüfung in den Prüfplänen lediglich im Rahmen der Fertigungsbegleitung, in Verbindung mit AQL-Tabellen verwendet werden. Nun ist die bezügliche Einstellung auch für den Wareneingang freigegeben und kann so wie beschrieben verwendet werden, um hier eine Arbeitserleichterung bei Spezialteilen zu erreichen. Hierbei wird der zugewiesene Stichprobenplan dann sowohl für die variablen als auch die attributiven Prüfungen angewendet. Der Typ des zugewiesenen Stichprobenplans ist hierbei unerheblich.
So ergeben sich insgesamt nun 3 Optionen für die Anwendung der Stichprobenpläne in der Wareneingangsprüfung.
Führend ist die Angabe aus dem Prüfplan.
Sofern zur betreffenden Position kein Stichprobenplan hinterlegt worden ist, werden die Angaben aus der Erzeugnis-Lieferantenspezifikation im Prüfauftrag des Wareneingangs angewendet.
Sofern auch hier kein Eintrag besteht, dann werden wie gewohnt die Vorgaben aus den globalen Einstellungen angewendet.
Damit ergibt sich eine Flexibilität, die bei Bedarf Einstellungen für die Anwendung der Prüfabläufe nach individuellen Anforderungen ermöglicht, wobei gleichzeitig der administrative Aufwand für die Pflege dieser Regeln überschaubar bleibt.

Hier noch einmal die Gegenüberstellung der beschriebenen Möglichkeiten in der Zusammenfassung:


Globale Vorgabe – Allgemeingültige Angaben mit der niedrigsten Priorität


Hier werden die Stichprobenpläne eingetragen, die in den allermeisten Fällen allgemein verwendet werden sollen.

Allgemeiner globaler Stichprobenplan für die Wareneingangsprüfung

Vorgabe aus der Erzeugnis- Lieferanten Spezifikation – Angabe mit höherer Priorität

Hier werden die Stichprobenpläne eingetragen, die speziell bei bestimmten Lieferanten, in Bezug auf bestimmte Erzeugnisse oder Artikel angewendet werden sollen.

Stichprobenplan aus der Erzeugnis-Lieferantenspezifikation

Vorgabe im Prüfplan – Angabe der höchsten Priorität

Wenn zur Prüfposition die bei einer Wareneingangsprüfung angewandt wird, ein Prüfplan eingetragen ist, dann wir dieser immer primär verwendet.

Stichprobenplan aus der Prüfplan-Positionsangabe

Sofern an der Prüfplan Positionsangabe ein Stichprobenplan eingetragen ist, wird dieser in der Wareneingangsprüfung vorrangig verwendet.

Angewendeter Stichprobenplan aus der Prüfplan-Position

PDAP bearbeiten und den Workflow kennzeichnen

Üblicherweise schlägt das System den Entscheid in der Wareneingangsprüfung als Vereinfachung gemäß den Prüfergebnissen bereits vor. Wenn aber die Prüfer diesen Entscheid einfach immer Durch-Bestätigen um den Wareneingang abzuschließen, so kann es vorkommen, dass ein Abbruch-Entscheid eingetragen wird, obwohl dies gar nicht gewünscht ist. Sollte dies bei Ihnen häufiger der Fall sein, so können Sie durch eine Vorgabe-Möglichkeit bestimmen, dass der Prüfer bewusst eine Entscheidung treffen muss, bevor er die Wareneingangsprüfung abschließen kann.

Hier sehen Sie, wie Sie diese Vorgaben im PDAP CAQ-System treffen können.

Einstellung zum verpflichtenden Entscheid für die Prüfer im Wareneingang
Abschluss einer Wareneingangsprüfung bei verpflichtendem manuellen Prüferentscheid