Am 21.09.2017 fand in den Lübecker MediaDocks die diesjährige Norddeutsche Fachtagung für die Qualitätssicherung statt. Bereits zum zwölften Male trafen sich Fachleute aus der Region zum Informations- und Meinungsaustausch. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung in Kooperation mit der IHK zu Lübeck und dem Bezirksverein des VDI im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Produzieren für Morgen“ mit dem Arbeitstitel „Digitale Chancen in der QS“ durchgeführt.

Mit einer Vielzahl an interessanten und kurzweiligen Vorträgen vermittelten die Referenten spannende Impulse sowie neue Perspektiven und Chancen, welche sich gerade mit Blick auf die vielzitierte Digitalisierung ergeben.
„Die Welt, wie wir sie kennen, verändert sich rasant“, sagte der stellvertretende DGQ-Regionalkreisleiter Bernd W. Fries zu Beginn der Veranstaltung in seinem Grußwort. Eine Botschaft, die sich in verschiedensten Varianten in allen Vorträgen wiederspiegelte.

Unser Kollege Mark Hausmann eröffnete den fachlichen Teil mit seinem Vortrag „Kennzahlen – Prozesse beherrschen und bewerten“ und vermittelte den Teilnehmern interessante Entwicklungen und neue Möglichkeiten in und mit der CAQ-Lösung PDAP. Management-View, Sunburst-Charts, Risikobewertungen und Neuerungen der IATF16949 sind nur einige Stichworte seines Vortrags.

Um das wichtige Thema „Sicherheit in Web-Anwendungen“ ging es in dem Beitrag von Markus Roppiler, Geschäftsführer der Firma MediaClick! in Lübeck. Von der kleinen Ursache bis hin zur großen Auswirkung wurden die verschiedenen Aspekte anhand von Praxisbeispielen erläutert. Spannend und lebensgefährlich wurde es durch Dr. Alexander Mildner der Greif-Velox Maschinenfabrik. Er beschrieb „Digitale Multilevel-Sicherheitssysteme“ und machte diese an den Gefahren bei der Abfüllung von Flusssäure fest. Dieser Stoff ist extrem gefährlich, aber mittels Digitalisierung der Prozesse zu bändigen. Als letzten Slot vor der wohlverdienten Mittagspause referierten Philipp Herold und Rechtsanwalt Torben Vullriede zum Thema „Datenschutz“ und gaben eine Management-Info zur EU-Datenschutz-Grundverordnung. Wichtiger Hinweis an dieser Stelle, die Übergangsfrist zur Umsetzung endet am 25. Mai 2018.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von Prozessen und Wissen. Wie Prozesse effektiv und nachhaltig modelliert werden können stellte Matthias Heins von der Firma ViCon plastisch vor. Sein Beitrag „Prozessmodellierung mit ViFlow6“ hat sicherlich viele Teilnehmer neugierig auf das Thema gemacht. In seiner Eigenschaft als Moderator und Wirtschafts-Mediator beleuchtete Bernd W. Fries in seinem Beitrag die Komponente Mensch. Der Titel „Mitarbeiter und Digitalisierung – Mehrdimensionalität für die binäre Umsetzung“ verhieß viel und erfüllte die Erwartungen vollkommen. Ebenfalls um Prozesse und dessen Verbesserung ging es in dem Vortrag vom Markus Zschintzsch. Die „Optimierung von Prozessen in herstellenden Unternehmen“ ist sein tägliches Thema bei Probates-Consulting. In kleinen, leicht nachvollziehbaren Einheiten, erläuterte er Wege der Umsetzung. Das Wissen mehr wird, wenn man es teilt, ist die Essenz aus dem Vortrag von Franziska Raabe. Die Wissens-Expertin der QLuK referierte zu dem Titel „Wissen kann man nicht managen! Sondern?“ und hinterließ eine Fülle von Denkanstößen und praktischen Tipps für die Umsetzung des notwendigen Wissens-Transfer.

Subsummiert war es eine sehr gelungene Fachtagung, was auch durch das überaus positive Feedback der Teilnehmer bestätigt wurde. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei der IHK zu Lübeck und dem Bezirksverein des VDI für die Zusammenarbeit bedanken.

Sollten Sie Interesse an den Inhalten der einzelnen Vorträge haben, finden Sie die Folien hier zum Download.

PDAP Fachtagung 2017 Vorträge (ZIP)

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Ihr PDAP-Team

Partner für Analyse, Prozesslenkung und Bewertung

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Automatische Umsetzung von Normenforderungen

  • Digitale Chancen im Kontext der Systeme
  • Prozesse ganzheitlich beherrschen und mit Kennzahlen bewerten
  • „Nichts mehr vergessen können“ durch Datenalarme und Reminder
  • „Go Smarter on any Device“ neue Ansätze mit App & Co

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CAQ Trends – Anforderungen der Industrie 4.0 im QM umsetzen…

Die natürliche Entwicklung aller Systeme geht hin zu immer leistungsfähigeren Komponenten. Viele der eingesetzten Automaten, Maschinen und Prüfgeräte verfügen mittlerweile wie selbstverständlich, entweder über eigene Datenspeicher oder binden gleich eine eigene Datenbank auf dem zentralen SQL Server ein. Diese Datenspeicher gehen mit leistungsstarken Schnittstellen einher, die in vielen Fällen bereits einen Datenaustausch nahezu in Echtzeit ermöglichen. An anderer Stelle ist mindestens ein halbautomatischer Datenaustausch in Form von Protokolldateien im CSV oder Excel Format üblich. Die hierbei entstehenden Datenmengen werden dann im Industrie 4.0 Kontext als Big Data bezeichnet. Auch PC’s und Smart-Mobile Geräte tragen in diesem Scenario mehr und mehr als Datenlieferanten zu einer ganzheitlich, integrierten „Data Awareness“ bei.

Das bedeutet im Grunde nichts anderes, als dass Unternehmen sich ihrer Daten noch bewusster werden und diese, unterstützt durch entsprechende Analyse Tools, aktiv für die Entscheidungsfindung einbeziehen.

Hierbei erreichen die Unternehmen mit dem größeren Datenbewustsein nach und nach immer mehr Wettbewerbsvorteile. Das sich hier ein riesiger Trend abzeichnet, erkennt man mittlerweile selbst an der täglichen Fernsehwerbung, in der auch schon diese Themen auftauchen.

Ganz gleich in welchem Maße man bereits heute von dieser Entwicklung im eigenen Unternehmen betroffen ist, so ergibt sich hieraus doch eine wichtige Anforderung für die Investitionslenkung, die Sie heute schon an die neuen Systeme stellen sollten. Egal welche funktionalen Anforderungen an Lösungen, wie z.B. CAQ-Systeme zu stellen sind, so sollte deren Architektur grundsätzlich alle Möglichkeiten zur Integration in ganzheitlich, vernetzte Systemlandschaften offenhalten. So haben Sie die Sicherheit, dass ihre etablierten Systeme auch in 5 Jahren technisch weiterhin gut aufgestellt sind, wenn Industrie 4.0 für Sie relevant wird.

PDAP7.5 verfolgt bei seinen Entwicklungsstrategien genau diese Richtung.

Übrigens – ein weiterer oft wenig beachteter Aspekt ist, dass auch die Human Resources, sprich wir Menschen, unseren Platz in der neuen Industrie 4.0 Welt finden wollen.

Unter dem Stichwort „Tippen Sie noch oder connecten Sie schon ..“ berichteten wir bereits über verschiedene Möglichkeiten, die wir schon heute mit PDAP7.5 in diese Richtung gestalten.

Sammlung von Fachartikeln aus der praktischen Anwendung des CAQ-Systems PDAP. Die Artikel beschreiben Fälle aus der täglichen Praxis und zeigen Lösungen, die gemeinsam mit unseren Anwendern entwickelt und umgesetzt wurden.

PDAP-Wiki

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Neue Business Intelligence Trends im QM nutzen…

PDAP ist traditionell gut in visuellen Auswertungen wie der Fehlerstatistik. Die Fehlersammelkarte dient hierbei seit je her nicht bloß der Aufnahmen der erkannten Fehler, sondern stellt gleichzeitig auch ein Instrument für die Fehlerstatistik der attributiven Merkmale in den Prüfaufträgen dar. Das klassische Paretodiagramm zeigt dazu die Schwerpunktverdichtung in der ABC-Analyse nach dem 80 / 20 Prinzip, also der Regel die besagt, dass 20 Prozent der Fehler etwa 80 % der Bedeutung ausmachen. Die PDAP-Fehlersammelkarte unterstützt dabei auch Unterfehler.

Mit der Sunburst-Darstellung ergibt sich nun ein weiterer neuer Blickwinkel in Richtung Gesamtbetrachtung, der so nicht mit den herkömmlichen Darstellungen auf einen Blick darstellbar ist. Mit dem PDAP-Management View Add-on im SQL Server 2016 ermöglicht das Sunburst Chart die Visualisierung der Verteilung des Gesamtfehleraufkommens in den Produktgruppen, mit Berücksichtigung der Unterfehler – und zwar als ungleichmäßig verteilte Hierarchie auf einen Blick, sprich auf einer Seite.

Genutzt wird hierbei ein neuer Trend aus dem Umfeld der Business Intelligence – kurz BI, bei dem kein Drilldown oder Rollup mehr benötigt wird, um zwischen tieferliegenden und übergeordneten Ebenen in der Betrachtung zu wechseln. Beim Sunburst Chart handelt es sich genau genommen, um eine Art weiterentwickelte Tortengrafik, die sich nach dem Zwiebel-Prinzip in mehreren Schichten nach außen erweitert. Im innersten Kreis finden sich dazu als Hauptebene die Produkte, anteilig nach ihrem Fehleraufkommen segmentiert und farblich nach den zugehörigen Produktgruppen zusammengefasst. Die genaue Zusammensetzung des Fehleraufkommens wird dann in den Segmenten des folgenden Ringes aufgeschlüsselt.

So ergibt sich eine praktische Visualisierung zur Gesamtverteilung der Fehlerschwerpunkte über sämtliche Produktgruppen, die auf einen Blick bzw. auf einer Seite dargestellt werden kann. Die Auswertung lässt sich natürlich auch auf beliebige Zeiträume oder eine bestimmte Auswahl an Produktgruppen fokussieren.
Auch ein Filter z.B. nach Maschinen wäre bei Bedarf leicht umsetzbar.

Das Upgrade im SQL Server 2016 und die neuen Möglichkeiten, speziell im browser basierten Management View Portal stellen wir Ihnen bei Interesse gerne auch einmal kurzfristig, in einer Live Vorführung Online vor.

Ansonsten finden Sie den ausführlichen Artikel zu der neuen Auswertungsmethode im PDAP-Wiki unter diesem Link, als Download im PDF-Format. PDAP Fehlervisualisierung im Sunburst Chart